Heute morgen verhinderten ca. 200 Nachbar*innen, Mietaktivist*innen und Freund*innen der Familie eine Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8. Eine Familie, welche teilweise seit 35 Jahren dort wohnt, sollte aus ihrer Wohnung geräumt werden. Die Blockaden, welche die Gerichtsvollzieherin als „massive Ausschreitungen“ empfand, verhinderten, dass die Familie aus der Wohnung geschmissen wurde.
Es droht allerdings ein zweiter Räumungsversuch. Ca. 40 Aktivist*innen besuchten schon kurz nach der verhinderten Räumung das Büro von Andre Franell um ihn davon zu überzeugen, die Räumung auszusetzen. Andre Franell, der sich als sozialer Wohltäter gibt (Stiftung), lenkte aber vorerst nicht ein.
Zwangsräumgungen treffen die Menschen individuell, aber sind ein politisches Problem. In einer Gesellschaft in der Wohnen eine Ware ist, mit der Profit gemacht wird, ist es zwangsläufig, dass die Bedürfnisse der Menschen hinten anstehen müssen. In Berlin steigen die Mieten in den letzten Jahren rasant, immer mehr Zwangsräumungen sind die Folge, die Menschen werden verdrängt.
Die verhinderte Zwangsräumung ist ein Signal: Ziviler Ungehorsam gegen die kapitalistische Stadt !
24.10 // 16 Uhr // Emser Str.9 (Wilmersdorf) // Kundgebung vor dem Büro des Vermieters Andre Franell

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