Der faq Infoladen lädt euch herzlich ein zum Kneipenabend mit Buchvorstellung "In guter Gesellschaft? Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe". Am Freitag 1. April ab 20 Uhr im faq infoladen. Charlie Kaufhold setzt sich in ihrem Buch mit der Bericherstattung über Beate Zschäpe, der Hauptangeklagen im NSU-Prozess auseinander. Zschäpe stand immer wieder im Zentrum von Zeitungsartikeln über den NSU. Doch dabei scheinen ihr Aussehen, ihr Kleidungsstil, ihre Vorlieben für Katzen sowie Spekulationen über ihr Liebesleben, über ihr Verhältnis zu Mundlos und Böhnhardt und ihr gemeinsames Alltagsleben im „Untergrund“ wichtiger zu sein als Fragen nach ihrer politischen Sozialisation und ihrer Funktion im NSU. Wie ist diese vergeschlechtlichte Berichterstattung politisch und historisch zu verstehen? Eine Funktion der vergeschlechtlichten Berichterstattung über Zschäpe ist, mehrheitsgesellschaftliche rassistische Strukturen zu dethematisieren, innerhalb derer der NSU hat handeln können. Eine mehrheitsgesellschaftliche (Mit-)Schuld kann abgewehrt, die eigentlichen Taten und das Leid der Betroffenen in den Hintergrund gerückt werden. Und dieser Mechanismus hat historische Vorläufer. Moderiert wird der Abend von der NSU-AG von andere zustände ermöglichen (*aze). Wir freuen uns über einen regen Austausch mit euch im Anschluss an die Buchvorstellung. Es gibt den ganzen Abend kleine Snacks und viele Getränke. Vor und während der Buchvorstellung ist der faq rauchfrei, danach kann im vorderen Raum geraucht werden, während die Bibliothek den ganzen Abend rauchfrei ist. Die Buchvorstellung beginnt (pünktlich) um 20:30 Uhr.
Erneut planen fundamentalistische ChristInnen am 19. März betend durch Münster zu ziehen und ihre antifeministischen, reaktionären und moralisierenden Positionen mit Holzkreuzen bewaffnet zur Schau zu tragen.
Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab.
Bei unserem Tresen möchten wir uns genauer die Ideologie der selbsternannten LebensschützerInnen und ihre Verbindungen zu völkischen und reaktionären, rechtspopulistischen und rassistischen Theorien und Gruppierungen anschauen.
Des Weiteren wird es Informationen zu geplanten Protesten in Münster geben.
Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Schorle geraucht werden.
Donnerstag 17.3. // 19 Uhr // Projektraum, Hermannstraße 48 (U-Bahnhof Boddinstr.)//*aze-Tresen

18.2. // 19 Uhr // Projektraum (Hermannstraße 48) In verschiedenen Städten Brandenburgs treffen sich, mitunter wöchentlich, rassistische BürgerInnen und Neonazis um gegen Geflüchtete zu hetzen. Lokale antifaschistische, antirassistische und zivilgesellschaftliche Strukturen sind oftmals überfordert mit den Protesten oder haben sogar Angst vor örtlichen neonazistischen Aktivitäten.
Der Alltag von Geflüchteten wird zunehmend von rassistischen Übergriffen geprägt. Spitze des Eisbergs war die Bedrohung von zwei geflüchteten Frauen in Hennigsdorf im Januar mit einer Pistole. In Oranienburg finden seit über einem Jahr immer wieder rassistische Proteste statt, der nächste ist für den 26.2. angekündigt. Unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Gemeinsam gegen Rassismus!“ ruft nun eine Initiative lokaler Antifaschist*innen dazu auf, sich den HetzerInnen in Form einer antirassistischen Demonstration entschlossen entgegen zu stellen. Unser nächster Tresen soll einen Überblick über die rassistischen Zustände in Oranienburg und Umgebung verschaffen, dazu haben wir zwei Referent*innen aus Oranienburg eingeladen.
Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Brause wieder geraucht werden.

Infoveranstaltung zur Friedel54 und dem M99: 21.1 // 20 Uhr // Projektraum (Hermannstraße 48)
Bei der Veranstaltung werden wir einen Überblick über die Situation der bedrohten Projekte Friedel54 und M99 geben. Dem Laden der kämpferischen Hausgemeinschaft in der Friedelstraße 54 wurde zu Ende April gekündigt, auch beim „Laden mit Revolutionsbedarf“ M99 droht sehr bald die Zwangsräumung.
Aber der Widerstand wächst! Gegen die Räumung des M99 demonstrierten zuletzt 1400 Menschen, für die Friedel54 gab es eine große Demonstration in Neukölln. Bei der Veranstaltung werden Aktivist*innen von der Friedel54 und vom Bündnis Zwangsräumung verhindern einen Überblick über die aktuelle Situation und kommende Aktivitäten geben.
Donnerstag / 26.11.2015 / 19 Uhr
Wagenburg Lohmühle / (im beheizten Veranstaltungsraum / Lohmühlenstr. 17 / am Ende des Görli
Donnerstag / 26.11.2015 / 19 Uhr
Wagenburg Lohmühle / (im beheizten Veranstaltungsraum / Lohmühlenstr. 17 / am Ende des Görli
Im November 2011 wurde durch die Selbstenttarnung des NSU der rechtsradikale, menschenverachtende Hintergrund von zehn Morden, drei Bombenanschlägen und mehreren Raubüberfällen aufgedeckt. Seitdem gab und gibt es mehrere Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Länderebene und im Mai 2013 begann der NSU- Prozess. Außerdem gibt es eine bundesweite antirassistische Vernetzung, die sich mit den Morden und der Aufarbeitung auseinandersetzt.
Gemeinsam mit einer Anwältin, die eine Nebenklage unterstützt, und der Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak B. wollen wir die letzten Jahre Revue passieren lassen und aktuelle Entwicklungen diskutieren. Die Anwältin wird Einblicke in den aktuellen Stand des Prozesses geben und von der Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak B. wird es eine Einführung in die Idee und die Vorbereitungen eines NSU-Tribunals geben.
Donnerstag 19. November // 19 Uhr
Projektraum H48 // U Boddinstr.
Hermannstr. 48 // 2. Hinterhof // 1. OG // Klingeln bei Projektraum

Donnerstag 19. November // 19 Uhr
Projektraum H48 // U Boddinstr. // Hermannstr. 48 //
2. Hinterhof // 1. OG // Klingeln bei Projektraum
Bei unserer Veranstaltung werden wir eine Studie über Zwangsräumungen vorstellen und gemeinsam über die Erfolge und Schwierigkeiten einer solidarischen Praxis gegen Räumungen diskutieren.
Die Studie gibt einen Überblick der Situation von Zwangsräumungen und erzwungenen Umzügen in Berlin. Die Autor*innen der Studie erkennen einen Zusammenhang von Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt und dem Anstieg von Zwangsräumungen. Eine Zwangsräumung bedeutet für die betroffenen Personen oft eine Verdrängung aus dem Lebensumfeld, teilweise auch Wohnungslosigkeit. In der Studie wird die Wirksamkeit des staatlichen Berliner Hilfesystems genau untersucht und Leerstellen in der Unterstützung von Betroffenen aufgezeigt. Bei der Veranstaltung werden wir einen Fokus auf die Situation in Neukölln legen.
Das Bündnis „Zwangsräumungen Verhindern“ macht bereits seit Jahren auf die gewaltvolle Praxis von Zwangsräumungen und dem Versagen staatlicher Hilfsangebote aufmerksam und unterstützt Personen praktisch, die von einer Zwangsräumung bedroht sind. Das Bündnis ist eine linksradikale Antwort auf die diskriminierende Mietpolitik in Berlin und übernimmt zugleich bei der solidarischen Unterstützung von Betroffenen immer wieder sozialstaatliche Aufgaben.
Gemeinsam mit einer Autorin der Studie und einer Person des Bündnis “Zwangsräumungen verhindern“ möchten wir uns über die Situation in Berlin austauschen und die Frage stellen, wo Schwierigkeiten einer solidarischen Praxis liegen, wenn Solidarität dazu führt den Staat zu entlasten und somit staatliche Verantwortung unsichtbar zu machen.
Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Brause wieder geraucht werden.
Die Reichspogromnacht am 9.November 1938 – Kein Vergessen! Kein Vergeben!
Gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, Europa und ueberall!
Am Montag, den 9.November 2015, 17h
Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstrasse (U-Bhf Hansaplatz, S-Bhf Tiergarten)
Am helllichten Tag und unter aller Augen…

Die Reichspogromnacht am 9.November 1938 – Kein Vergessen! Kein Vergeben!
Gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, Europa und ueberall!
Am Montag, den 9.November 2015, 17h
Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstrasse (U-Bhf Hansaplatz, S-Bhf Tiergarten)
Am helllichten Tag und unter aller Augen…
Wir freuen uns, dass uns Andree Leusink (* 14. Mai 1938 in Frankreich) als Zeitzeugin und Ueberlebende des Naziterrors zum wiederholten Male besucht. Sie ueberlebte als verstecktes Kind den Holocaust in Frankreich, wohin sich ihre Eltern vor den Nazis gefluechtet hatten und in der Schweiz. Heute ist sie aktiv in der antifaschistischen Bewegung, darunter den „Child Survivors Deutschland – Ueberlebende Kinder der Shoah” und der VVN-BdA Berlin-Pankow.
Wir freuen uns auch Peter Neuhof (* 30.Juli 1925) begruessen zu koennen. Peter Neuhof war acht Jahre alt als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. Seine Eltern, beide Mitglieder in der KPD, engagierten sich von Anfang an gegen die Nazis und halfen u.a. gesuchten Genoss*innen beim Untertauchen.
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